Ausfüllhilfe Brutto-Netto-Rechner

Hier finden Sie die Ausfüllhilfe zu unserem Brutto-Netto-Rechner:

Brutto-Netto-Rechner

Mit dem Brutto-Netto-Rechner lässt sich ein Bruttomonatsgehalt sowie das sich daraus ergebende Nettomonatsgehalt angestellter Apotheker*innen berechnen. Gehaltskassenbezüge, kollektivvertragliche Bruttobezüge, Sozialversicherungsbeitrag, Lohnsteuer sowie auch der Aus-/Rückzahlungsbetrag des Betriebes sind übersichtlich und nachvollziehbar dargestellt. Optional können für dieses Gehalt auch noch die für Dienstgeber*innen anfallenden Gesamtkosten ermittelt werden.

Allgemeine Hinweise

Obwohl dieser Rechner fehlerfrei funktionieren sollte, kann keine Gewähr für die Richtigkeit übernommen werden!

Die Bestimmungen des Gehaltskassengesetzes wie auch des Kollektivvertrages für pharmazeutische Fachkräfte stellen die Grundlage des Rechners dar. Die sehr vereinzelt auftretenden, unterschiedlichen Auslegungen einzelner Passagen des Kollektivvertrages konnten nur insofern berücksichtigt werden, als die Festlegung auf eine Vorgangsweise notwendig war – sie ist weder verbindlich noch mit präjudiziellem Charakter zu verstehen.

Bruchteile eines Monatsgehalts und Sonderzahlungen können nicht berechnet werden. Auch Bereitschaftsdienste am Abend können vom Rechner nicht berücksichtigt werden.

Allgemeine Angaben

Die Eingabe von Geburtsdatum und Geschlecht ist für den teilweisen Entfall von Sozialversicherungsbeiträgen von Relevanz und betrifft in erster Linie ältere Dienstnehmer*innen.

Für den monatlichen Abzug des Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrags (kurz: AVAB/AEAB) von der Lohnsteuer muss bei Arbeitgeber*innen ein Antrag mit dem Formular E 30 eingebracht werden.

Beim Steuerabsetzbetrag "Familienbonus Plus" muss das Feld „Ablauf FBH (JJJJMM)“ (FBH = Familienbeihilfe) nur ausgefüllt werden, wenn der Bonus für ein Kind, das älter als 18 Jahre ist, berechnet werden soll. 

Da der „Familienbonus Plus“ direkt von der Lohnsteuer abgezogen wird, kann er nur so lange (und in derselben Höhe) berücksichtigt werden, wie es Lohnsteuer zu bezahlen gibt.

Wurde bei Arbeitgeber*innen die vom Finanzamt erhaltene Mitteilung über den Freibetrag abgegeben, wird dieser Betrag monatlich lohnsteuermindernd von der Lohnverrechnung berücksichtigt. Um zu einem korrekten Berechnungsergebnis zu kommen, muss dieser LSt-Freibetrag auch im Brutto-Netto-Rechner angegeben werden.

Das Pendlerpauschale kann durch die Lohnverrechnung berücksichtigt werden, wenn Dienstnehmer*innen durch Hinterlegung des Ergebnisausdruckes des Pendlerrechners die Strecke, die sie pendeln, nachweisen.

Teilzeitbeschäftigten, die die einfache Strecke Wohnung – Arbeitsstätte an mind. 8 Tagen im Monat (aber an nicht mehr als 10) zurücklegen, stehen zwei Drittel des jeweiligen Pendlerpauschales zu; bei 4 (aber nicht mehr als 7) Tagen steht ein Drittel zu.

Beim Pendlereuro ist die einfache Wegstrecke von der Wohn- zur Arbeitsstätte je Kilometer anzugeben. Dieser Wert ist auf dem Ergebnisausdruck des Pendlerrechners zu finden.

Personen, die ihr Dienstverhältnis nach dem 31.12.2002 eingegangen sind oder die vom alten Recht (Angestelltengesetz) ins neue Recht (Betriebliches Mitarbeiter- und Selbständigenvorsorgegesetz) gewechselt sind, unterliegen der Abfertigung Neu.

Gehaltkassenbezüge / betriebliche Bezüge

Für überkollektivvertragliche Bezüge stehen die Eingabefelder „Zuzahlung pro Zehntel“ bzw. „sonstige Zuzahlung“ (= Pauschalbetrag; wird nicht in den Überstundengrundlohn eingerechnet) zur Verfügung.

Bei der Belastungszulage sind ausschließlich die Hälfte der Anzahl der geleisteten Nachdienste und keine sonstigen Mehrdienstleistungen einzugeben, da diese lt. Kollektivvertrag durch die Belastungszulage abgegolten werden.

Überstunden liegen in der Regel vor, wenn die tägliche (8 Std.) oder wöchentliche (40 Std.) Normalarbeitszeit, welche Mo-Fr zwischen 7.30 und 19.00 und samstags zwischen 7.30 und 12.00 Uhr liegt, überschritten wird. Der Zuschlag für Überstunden beträgt werktags (6-20 Uhr) 50 %, sonn- und feiertags bzw. nachts (20-6 Uhr) 100 %.

Lagezuschläge gebühren rein aufgrund der Lage der Arbeitszeit:

Mo bis Fr  6h - 7.30h
19h - 20h
50%
verkaufsoffener Samstag 12h - 18h 75%
sonn- und feiertags bzw. nachts 20h - 6h 100%

 

Sind die Stunden, für die der Lagezuschlag anfällt, bereits mit dem gemeldeten Dienstausmaß abgedeckt, ist nur die Anzahl der jeweiligen Stunden anzugeben. Sind sie noch nicht mit der Meldung bei der Gehaltskasse abgedeckt, so ist noch zusätzlich das Feld „mit Grundstundenlohn“ auszuwählen.

Wurden zusätzlich noch die 40 Std. Wochennormalarbeitszeit überschritten, so kommt es beim Lagezuschlag 75 % zu einer Änderung bei der steuerrechtlichen Behandlung. In diesem Fall ist auch das Feld „40 Std bereits überschritten“ auszuwählen.

Bereitschaftsdienst am Tage ist lt. Kollektivvertrag vorrangig in Zeitausgleich 1:1 abzugelten. Erfolgt die Abgeltung in Geld, so ist mit der festen Grundstunde 1:1,5 abzurechnen. Der Betrag ist für alle Apotheker*innen sowohl werk- als auch sonn- und feiertags gleich hoch. Die Lage des Bereitschaftsdienstes ist nur steuerrechtlich von Relevanz.

Bereitschaftsdienst während der Nacht (egal ob werk-, sonn- oder feiertags) ist mit der Grundentlohnung plus Zuschlag abzugelten. Auch dieser Betrag ist ein von den Kollektivvertragspartnern festgesetzter und somit für alle Apotheker*innen gleich hoher Betrag.

Ruferreichbarkeit führt nur bei Turnus I zu einer Halbierung der Abgeltung (egal ob diese in Zeit oder Geld stattfindet). Bis Turnus IV ist Ruferreichbarkeit auch zulässig, führt aber zu keiner Halbierung!

Entlohnung für Inanspruchnahme: der monatliche Gesamtbetrag in Geld ist aufgeteilt in Grundlohn und Zuschlag einzugeben.

Erläuterungen zur Sozialversicherung

Der Dienstnehmer*innenbeitrag beträgt 17,62 % und setzt sich wie folgt zusammen:

Pensionsversicherung 10,25%
Krankenversicherung 3,87%
Arbeitslosenversicherung 3,00%
Wohnbauförderungsbeitrag  0,50%


Die Mantelwäsche wird sv-pflichtig gerechnet.

Erläuterungen zur Lohnsteuer

Schmutz-, Erschwernis- und Gefahrenzulagen sowie Zuschläge für Sonn-, Feiertags- und Nachtarbeit (mind. 3 Stunden zusammenhängend in der Zeit von 19-7 Uhr) und mit diesen Arbeiten zusammenhängende Überstundenzuschläge sind insgesamt bis zu 360,- € pro Monat steuerfrei (§ 68/1 EStG). Wird hier angewendet auf: Gefahrenzulage, Nachtdienstzuschläge, Überstundenzuschläge an Sonn- und Feiertagen, Bereitschaftsdienstzuschläge am Sonntag.

Zuschläge für die ersten 10 Überstunden im Monat sind bis zu 50 % des anteiligen Grundlohnes steuerfrei, maximal jedoch 86,- € pro Monat (§ 68/2 EStG). Wird hier angewendet auf sämtliche Überstundenzuschläge werktags sowie den 50%-Anteil des Lagezuschlages an verkaufsoffenen Samstagnachmittagen (Lagezuschlag 75%), sofern es sich um Überstunden handelt.

Der Zuschlag der Entlohnung für Inanspruchnahme ist je nach Uhrzeit des Anfalles unter Anwendung von § 68/1 EStG lohnsteuerfrei oder lohnsteuerpflichtig abzurechnen.

Pflichtmitgliedsbeiträge (zur Apothekerkammer und Gehaltskasse) und Beiträge zu freiwilligen Interessenvertretungen sind verpflichtend von Arbeitgeber*innen in der Lohnabrechnung zu berücksichtigen, wenn sie vom Monatslohn einbehalten werden (§ 62 Abs 3 EStG).

Letzte Aktualisierung: 19.01.2021

Nähere Informationen:

E-Mail: office@gk.or.at
Tel.: +43 1 404 14 DW 222, 255