Richtlinie Urlaubsvergütung

Hat ein Mitglied der Gehaltskasse aus der Abteilung der Dienstnehmer*innen nach den gesetzlichen oder dienstrechtlichen Vorschriften einen über das geringste Ausmaß hinausgehenden Urlaubsanspruch, so kann dem Betrieb die Umlage bzw. der Riskenausgleichsbeitrag für diesen Mehranspruch bis zu höchstens 10 Arbeitstagen bzw. 2 Wochen vergütet werden.

Um die Gewährung haben die Leiter*innen der Apothekenbetriebe innerhalb eines Jahres nach Konsumierung des gesamten Urlaubes durch die betreffenden Dienstnehmer*innen mit dem von der Gehaltskasse aufgelegten Formular anzusuchen.

Die Vergütung kann auch gewährt werden, wenn der über das geringste Ausmaß hinausgehende Urlaub anlässlich der Beendigung des Dienst­verhältnisses in Geld abgegolten wird, sofern das Dienstverhältnis mindes­tens drei Monate gedauert hat.

Für die nachgewiesene Teilnahme an nach Artikel XI des Kol­lektivvertrages für pharmazeutische Fachkräfte von der Österreichischen Apothekerkammer zu verlautbarenden Fortbildungsveranstaltungen werden folgende Ver­gütungen gewährt:

a) An Mitglieder aus der Abteilung der Dienstgeber*innen für Selbstteilnahme, bei Einstellung einer Vertretung oder bei Erhöhung des Dienstaus­maßes von im Betrieb tätigen allgemein berufsberechtigten Apotheker*innen, Ersatz der anfallenden Gehaltskassenumlage bis zum Höchstausmaß der Dienst­freistellung gemäß Artikel XI (1) des Kollektivvertrages für pharmazeutische Fachkräfte und in dem Ausmaß, als aufgrund der Umsatz­grenzen eine Landapotheken­unterstützung gewährt werden kann,
b) an Mitglieder aus der Abteilung der Dienstgeber*innen für in deren Apothekenbetrieb angestellte allgemein berufsberechtigte Apotheker*innen Ersatz der Gehaltskassenumlage bis zum Höchstausmaß der Dienst­freistellung gemäß Artikel XI (1) des Kollektivvertrages für pharma­zeutische Fachkräfte.

Über die Zuerkennung der Urlaubsvergütung im Einzelfall entscheiden die Obleute.